​Stimmung im deutschen Mittelstand verschlechtert sich weiter

Das Geschäftsklima im deutschen Mittelstand hat sich im August zum vierten Mal in Folge verschlechtert, so die Ergebnisse der Befragungen zum aktuellen KfW-Ifo-Geschäftsklima. Der Einbruch fällt allerdings deutlich moderater aus als noch im Juli. Der Index sinkt im Vergleich zum Vormonat um 1,3 Zähler auf nun minus 19,0 Punkte. Innerhalb des Geschäftsklimaindex sinkt die Beurteilung der aktuellen Lage um 1,9 Zähler auf minus 17,7 Punkte. Noch schlechter beurteilten die Mittelständler ihre Geschäftslage zuletzt im Juli 2020 (minus 19,1 Punkte), als die Wirtschaft gerade den ersten Corona-Lockdown hinter sich gebracht hatte. Die Geschäftserwartungen auf Sicht von sechs Monaten sinken um 0,9 Zähler auf minus 20,4 Punkte – das ist der tiefste Stand seit sechs Monaten. Auch in den Großunternehmen fällt die Stimmung im August – und zwar stärker als im Mittelstand. Ihr Geschäftsklimaindex sinkt um 3,5 Zähler auf minus 25,6 Punkte. Anders als im Mittelstand sind es hier allerdings die Geschäftserwartungen, die sich weit deutlicher eintrüben als die aktuelle Lagebeurteilung. Ausreißer nach oben seien die Großunternehmen des Baus, die ihren Schwerpunkt im Wirtschaftsbau und im Tiefbau haben, so das Ifo. Ihr Stimmungsindikator verbesserte sich um 3,4 Zähler auf minus 2,9 Punkte und damit auf den höchsten Stand seit fast anderthalb Jahren.

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