​UPM und Sappi legen Zugeständnisse vor

Die Papier- und Zellstoffkonzerne UPM-Kymmene Corporation, Helsinki (Finnland), und Sappi Ltd., Johannesburg (Südafrika), haben der EU-Kommission gestern formelle Vorschläge für Abhilfemaßnahmen im laufenden Fusionskontrollverfahren zu ihrem geplanten Joint Venture im Bereich grafischer Papiere vorgelegt. Diese hatte im Frühjahr eine Prüfung wegen kartellrechtlicher Bedenken eingeleitet. Die vorgeschlagenen Verpflichtungen betreffen verschiedene Bereiche der künftigen Geschäftstätigkeit des Joint Ventures. Dazu gehören Kapazitätsoptimierungen bei der Belieferung bestimmter Papiersorten in Europa und damit verbundene Offenlegungspflichten. Ziel sei es, trotz des anhaltenden Nachfragerückgangs und unter Berücksichtigung von Umweltkriterien einen wettbewerbsfähigen und stabilen Markt aufrechtzuerhalten. Zudem sind kommerzielle Absicherungen für Kunden sowie Investitionen in Dekarbonisierung, Elektrifizierung und Energieeffizienz vorgesehen. Konkrete Maßnahmen zur Umsetzung würden nach der Gründung vom Joint Venture vorangetrieben. Grundsätzlich halten die Konzerne an ihrer Einschätzung fest, dass die Transaktion keine wettbewerbsrechtlichen Bedenken aufwerfe. Eine endgültige Entscheidung wird gegen Jahresende oder kurz danach erwartet.

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