EU-Verpackungsverordnung schadet Holz-Verpackungen
Die EU-Kommission hat am 30. November 2022 neue, EU-weite Vorschriften für Verpackungen vorgeschlagen (Proposal Packaging and Packaging Waste Regulation – PPWR). Diese sollen auf der Verbraucherseite für wiederverwendbare Verpackungsoptionen sorgen, unnötige Verpackungen verbieten, überflüssige Verpackungen einschränken und klare Kennzeichnungen zur Unterstützung eines korrekten Recyclings vorschreiben. Insbesondere für kleinere Unternehmen sollen sie neue Geschäftsmöglichkeiten schaffen, die Nachfrage nach Primärrohstoffen senken, die Recyclingkapazität Europas steigern und die Abhängigkeit Europas von Primärrohstoffen und außereuropäischen Lieferanten verringern. Die Verpackungsbranche soll so auf Kurs zur Klimaneutralität bis 2050 gebracht werden. Der Bundesverband Holzpackmittel, Paletten, Exportverpackung (HPE) kritisiert daran, die geplanten Vorschriften würden Holz als nachwachsendem Rohstoff nicht gerecht. „Stattdessen wird beinahe schon krampfhaft versucht, die Ideen regulatorischer Anforderungen inklusive überbordender Bürokratie für Kunststoffe nun auch Holz und allen anderen Materialien überzustülpen“, so HPE-Geschäftsführer Marcus Kirschner. Der Kommissionsvorschlag habe Verpackungen für den privaten Verbrauch und Kunststoffe im Fokus, während aber Holzverpackungen meist nicht für Endverbraucherprodukte gedacht sind. „Dies muss in der Verordnung seinen Niederschlag finden, anstatt unverständliche oder nutzlose Anforderungen zu stellen“, fordert Kirschner. Diese Verpackungsmaterialien könnten wegen ihrer Funktion und weil sie auf die Anforderungen der transportierten (Industrie-)Güter zugeschnitten sind, nicht wiederverwendet werden. „Der einseitige Blick auf die Minimierung, der in anderen Bereichen wie Kosmetika oder ähnlichem angebracht ist, würde im Bereich der Holzverpackungen einfach zu vielen Schäden führen“, warnt Kirschner.
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