Einigung auf EU-Lieferkettengesetz
Unterhändler des EU-Parlaments und der EU-Mitgliedsländer haben sich in der Nacht vom 13. auf den 14. Dezember auf ein neues EU-Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz geeinigt. Damit sollen Unternehmen verpflichtet werden, dass bei der Herstellung von Waren, insbesondere wenn sie in die EU importiert werden, Menschenrechte (u.a. Verbot von Kinderarbeit und Ausbeutung von Arbeitnehmern) und Natur- und Umweltschutz bei den Lieferanten eingehalten werden. Die EU-Unternehmen müssen dazu entsprechende Nachweise sammeln und dokumentieren, sie müssen potenzielle Auswirkungen verhindern oder abschwächen, tatsächliche Auswirkungen abstellen oder sie auf ein Minimum reduzieren, ein Beschwerdeverfahren einrichten, die Wirksamkeit ihrer Strategien und Maßnahmen kontrollieren und öffentlich über die Wahrnehmung ihrer Sorgfaltspflicht kommunizieren, oder eben auf Lieferungen verzichten, für die sie die geforderten Maßnahmen und Nachweise nicht erbringen können. Das Gesetz muss noch vom EU-Parlament und dem EU-Rat formell beschlossen werden. Bayerns Europaminister Eric Beißwenger erklärte zum geplanten EU-Gesetz: „Im Grundsatz verfolgt die Richtlinie ein gutes, richtiges und wichtiges Ziel. Mit der aktuellen Ausgestaltung schießt die EU aber über das Ziel hinaus … Indem ein Großteil der Wertschöpfungskette umfasst sein soll, werden auch auf mittelständische Zulieferer Auflagen und Dokumentationspflichten zukommen. Mit dem Gesetz drohen damit große Bürokratiebelastungen, insbesondere mittelbar auch für kleine und mittlere Unternehmen.“Aktuelles
“Orgatec“ startet in schwerem Fahrwasser
Heute morgen öffneten auf dem Messegelände in Köln die Tore für die Büromöbelmesse „Orgatec“. Bis zum 30. Oktober dreht sich bei rund 500 Ausstellern aus 40 Ländern alles um Arbeits- und Objekträume.
Entwurf zum Gebäudetyp E vorgelegt
Das Bundesjustizministerium hat gestern einen Entwurf zum Bauen nach dem so genannten Gebäudetyp E vorgelegt. Ziel ist, den Neubau von Wohnungen preiswerter zu machen. Länder und Verbände können nun bis 9. November Stellung nehmen.
Mercer erwägt Chapter 11-Verfahren
Der kanadische Holz- und Zellstoffkonzern Mercer International Inc. mit Sitz in Vancouver bereitet sich einem Bericht von Bloomberg zufolge auf einen möglichen Antrag auf Gläubigerschutz nach Chapter 11 des US-Insolvenzrechts vor.
“Sicam“ verzeichnet mehr Fachbesucher aus dem Ausland
Die 17. Ausgabe der Fachmesse für Komponenten, Halbfertigprodukte und Zubehör für die Möbelindustrie „Sicam“ im italienischen Pordenone hat 24.100 Fachbesucher aus 9.450 Unternehmen und 125 Ländern angezogen.
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Der „Einkaufsführer“ ist ein Verzeichnis von Firmen, die Maschinen und Anlagen für die Holz- und Forstwirtschaft, die Möbelindustrie, die Holzwerkstoffindustrie sowie das Holz verarbeitende Handwerk herstellen, ..