Kein Energieholzeinsatz bei Hamburger HEnW-Energieprojekt

Die Hamburger Energiewerke (HEnW) haben ihr Kohleausstiegskonzept für die Ablösung des zu 100% mit Kohle betriebenen Heizkraftwerks Tiefstack verändert und wollen nun auf die Nutzung von Holz verzichten. Ziel des Projektes ist es, durch eine Vielzahl von Maßnahmen Klimaneutralität zu erreichen, darunter der Umbau der Bestandskessel eines HKW auf Gas- und Biomasse-Nutzung zur Leistungsabsicherung. Gegen den Einsatz von Energieholz gab es anhaltenden Widerstand vor allem von Naturschutzverbänden. Wie nun mitgeteilt wurde, will man jetzt auf die geplante bivalente Feuerung mit wahlweise Biomasse oder Erdgas zugunsten einer Umstellung auf eine reine Erdgasfeuerung verzichten. Die Entscheidung sei „vor allem aufgrund der unklaren zukünftigen regulatorischen Rahmenbedingungen und der noch nicht feststehenden Nationalen Biomassestrategie (Nabis) getroffen“ worden. Jens Kerstan (Grüne), Hamburger Senator für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft, erklärte: „Biomasse als Energieträger wird zunehmend kritisch gesehen, insbesondere im Hinblick auf seine Einstufung als CO2-neutraler Energielieferant und die nachhaltige Verfügbarkeit. Da ist es nur folgerichtig, dass wir bei der Planung für die Umrüstung des Kohlekraftwerks Tiefstack auf den Einsatz von Biomasse gänzlich verzichten.“
 

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