Waldbesitzerverbände gegen Ministeriums-Pläne zum Pflanzenschutz
Das Bundeslandwirtschaftsministerium hat im März eine Diskussionsgrundlage für die Erarbeitung eines sogenannten Zukunftsprogramms-Pflanzenschutz vorgelegt. Diese und die offenbar dahinterstehenden Einstellungen lehnen viele Verbände ab, darunter auch „Die Waldeigentümer – AGDW“ und die „Familienbetriebe Land und Forst“. Die Verbände kritisieren, dass der Fokus des Papiers einseitig auf der Reduzierung des Pflanzenschutzmitteleinsatzes liege und zu wenig Antworten liefere auf wesentliche Zukunftsfragen wie die Sicherung der Versorgung mit Nahrungs- und Futtermitteln, die Vermeidung von Produktionsverlagerungen, die Sicherung der Ernten, der Produkte und Qualitäten und den Schutz des Waldes. Die Verbände kritisieren zudem den nationalen Alleingang des deutschen Ministeriums, nachdem auf europäischer Ebene die Verordnung über die Nachhaltige Verwendung von Pflanzenschutzmitteln (SUR) von der EU-Kommission zurückgezogen wurde. Das angegriffene Ministerium erklärt, dass das an die Verbände verschickte Ideenpapier keine gesetzlichen Maßnahmen vorsehe, sondern auf Anreize und Unterstützung, Beratung und Information sowie auf Forschung und Förderung von Technik und Innovation setze. Aus Sicht des Ministeriums treffen jedwede Vergleiche zur auf EU-Ebene gescheiterten SUR nicht zu.Aktuelles
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