»Ministerbeschlüsse reichen nicht«

Bauminister wollen Belastungsmoratorium

Die Bauministerkonferenz hat am 24. November über die Ergebnisse des „Bündnisses bezahlbarer Wohnraum“ beraten. Dabei haben die Länder einen gemeinsamen Beschluss gefasst.

In Wendlingen (Baden-Württemberg) wird seit Januar ein fünfgeschossiges Parkhaus in Holzbauweise errichtet (Foto: J. Härer)

Dazu erklärt Dr. Denny Ohnesorge, Geschäftsführer des Deutschen Holzwirtschaftsrats (DHWR): „Die Bauministerkonferenz hat sich in ihrer Sitzung nun darauf verständigt, dass es in den kommenden fünf Jahren weder in der Musterbauordnung noch bei den technischen Bauvorschriften Veränderungen geben soll, die das Bauen unnötig verteuern und erschweren. Erleichterungen sind hingegen auch in diesem Zeitraum weiterhin möglich. Unsere Meinung: Das reicht nicht und enttäuscht. Denn sind es nach den positiven Entwicklungen bei der Musterholzbaurichtlinie doch gerade die technischen Baubestimmungen, die das Bauen mit Holz erschweren …. Auch in der Normung sind regelmäßig aktualisierte Normen und Normenverweise in den VV TBen für die Holzwirtschaft von großer Wichtigkeit. Die seit vielen Jahren bestehende Blockade harmonisierter Produktnormen durch die Europäische Kommission behindert technische Innnovation und verstetigt Fehler in älteren Normen … Es bleibt abzuwarten, ob die neue Fassung der EU-Bauproduktenverordnung bzw. die Aquis-Prozesse tatsächlich die europäische Produktnormung wieder in Gang bringen. Ein Normen-Moratorium bedeutet schlicht die Verzögerung der dringend benötigten wohnungsbaupolitischen Maßnahmen und ist kein geeignetes Instrument, um den Holzbau voranzubringen. Das sogenannte Belastungsmoratorium der Bauministerkonferenz darf daher nicht zu einer Blockade umweltfreundlichen Bauens führen! Deutschland muss die Wirtschaftskrise ebenso wie die Klimakrise meistern. Dafür benötigen wir das umweltfreundliche Bauen mit Holz …, um die THG-Emissionen im Gebäudesektor langfristig zu senken. In die richtige Richtung geht die Aufforderung der Bauministerkonferenz an die Bundesregierung ein ‚einfaches, anwenderfreundliches Bilanzierungssystem für THG-Emissionen zu schaffen‘, das künftig neben der Energie für den Betrieb auch die mit der Herstellung der Baustoffe verbundenen THG-Emissionen berücksichtigt.“

Aktuelles

26.000 Besucher bei grünen Messen in Erfurt

Zur Messe „Forst³“, die gemeinsam mit der „Reiten-Jagen-Fischen“ in Erfurt veranstaltet wurde, kamen vom 27. bis 29. März mehr als 26.000 Besucher. Insgesamt präsentierten 210 Aussteller in drei Hallen sowie im Freigelände ihre Angebote.

Weiterlesen ›

​Nordrhein-Westfalen: 133.000 ha Fichte abgestorben

Im Zeitraum von sechs Jahren sind in NRW etwa 1330.000 ha Fichte abgestorben. Das sind die größten flächigen Waldschäden seit dem Bestehen des Bundeslands.

Weiterlesen ›

​Holzgewerbe und Holzhandel erwarten steigende Verkaufspreise

Nach der Hoffnung auf eine leichte Belebung, folgte nun die Ernüchterung – das zeigen die Ergebnisse des Ifo-Konjunkturtests von Ende März für das Holzgewerbe (ohne Möbelindustrie) und den Holzgroßhandel

Weiterlesen ›

27% weniger Käferholz in der Schweiz

Die Schweizer Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) meldet für das vergangene Jahr den Anfall von 415.000 Fm Käferholz in der Schweiz

Weiterlesen ›
Das Holz-Zentralblatt
Holz-Zentralblatt

Jede Ausgabe des Holz-Zentralblatts erscheint wöchentlich auch als e-Book! Der DRW-Verlag bietet diese Onlineversion auch im Abo an.


Leseproben

testen Sie uns im kostenlosen und unverbindlichen Probeabo

Jetzt testen ›


Einkaufsführer

Der „Einkaufsführer“ ist ein Verzeichnis von Firmen, die Maschinen und Anlagen für die Holz- und Forstwirtschaft, die Möbelindustrie, die Holzwerkstoffindustrie sowie das Holz verarbeitende Handwerk herstellen, ..

Zum Einkaufsführer ›