Rheinland-Pfalz hat ein Viertel seiner Fichten verloren
Katrin Eder, für Klimaschutz und Umwelt zuständige Ministerin in Rheinland-Pfalz, hat heute Ergebnisse des Forschungsprogramms „Klimawald 2100“ vorgestellt, das 2022 bei der Forschungsanstalt für Waldökologie und Forstwirtschaft (FAWF) in Auftrag gegeben wurde. Danach sind seit den Dürrejahren ab 2018 aufgrund von Borkenkäferbefall und Sturmwürfen 35.000 ha Fichtenflächen ausgefallen, nur noch rund 75% der Fichten leben noch im Vergleich zu den Vordürrejahren (2018). Hinsichtlich der entstandenen Störflächen erklärte Dr. Ulrich Matthes, Leiter der FAWF: „Unsere Untersuchungen zeigen positive Effekte des teilweisen Belassens von Totholzstrukturen sowohl auf die Biodiversität als auch auf die natürliche Wiederbewaldung.“ Dort, wo einst Fichten waren, würden bei Naturverjüngung wohl auch vorerst vorrangig nur wieder Fichten und Bäume mit leichten Samen wachsen. Hinsichtlich der Buche, der mit rund 23% gegenwärtig am häufigsten vorkommenden Baumart in Rheinland-Pfalz, stellen die Forscher die Prognose auf, dass diese bis Mitte des Jahrhunderts überwiegend klimatisch sehr gut geeignet bleibe. Erste Einschränkungen zeigten sich jedoch bereits in den warmen Regionen wie im Mainzer Becken und im Oberrheingraben. Im pessimistischsten Szenario wäre Ende des Jahrhunderts nur noch etwa ein Viertel der Landesfläche für die Buche gut bis sehr gut geeignet. Auch in den Mittelgebirgen zeigten die Modelle teilweise deutliche Einschränkungen.Aktuelles
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